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Sonntag, 11. März 2012

Klimawandel (3.Teil)

Bisher haben wir uns damit beschäftigt welche möglichen Folgen der Klimawandel für die landwirtschaftliche Produktion hinsichtlich des Produktionsfaktors Wasser haben kann. In der Auseinanderseztung mit der Thematik des Klimawandels darf jedoch auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Landwirtschaft bzw. die Nahrungsmittelproduktion selbst zu den Verursachern dieser klimatischen Veränderungen zu zählen sind. So hat die Reduktion der Waldfläche bzw. der Baumbestände nachweisliche Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von grünem Wasser – also Regen. Dieser Zusammenhang ist auch im Kontext der Dürreperioden in Ostafrika von Relevanz. Wenngleich noch andere Beispiele genannt werden können richtet auch in diesem Kontext die Viehwirtschaft den größten Schaden an, zumal nicht nur die negativen Auswirkungen der Futterproduktion sondern darüber hinaus die Ausscheidungen und Ausdünstungen der Tiere – vor allem der Wiederkäuerer – massiv zum Treibhauseffekt beitragen.

UNWATER World Water Report 3 Water in a Changing World (englisch)

UNEP IWMI Ecosystems for Water and Food Security (englisch)

FAO Agriculture, Food and Water (englisch)

Sonntag, 4. März 2012

Klimawandel (2.Teil)

Wenngleich die Auswirkungen des Klimawandels in den Ländern des globalen Südens ungleich schwerwiegender ausfallen mögen als in den Ländern des Nordens, ist die Annahme, dass Europa nicht betroffen sein wird dennoch falsch. Als Beispiel für die Folgen des Klimawandels in Europa hinsichtlich der Verfügbarkeit von Wasser kann die zunehmende Gletscherschmelze genannt werden. So werden die vier größten Flüsse Mitteleuropas – der Rhein, die Rhone, die Donau und der Po – im Sommer maßgeblich durch Schmelzwasser von Gletschern gespeist. Im Fall der Rhone beläuft sich der Anteil auf mehr als ein Viertel, der Po besteht zu 20, der Rhein zu 7 und die Donau in Rumänen wenn sie ins Schwarze Meer mündet noch zu 2,8 Prozent aus Schmelzwasser. Die Klima bedingte Gletscherschmelze wird diesen Anteil so massiv reduzieren, dass dies Auswirkungen auf den Schiffsverkehr, die Flusskraftwerke aber auch auf die Trinkwasserversorgung in Europa haben wird – denn in 90 Jahren werden die Gletscher Europas nur noch 10 Prozent ihrer heutigen Größe aufweisen können.


Literatur:

Universität Bern

Orig. Publikation

Der Standard

CGIAR EZA einmal anders herum


Samstag, 25. Februar 2012

Klimawandel (1.Teil)

Dem Intergovernmental Panel on Climate Change zufolge sind etwa 20 Prozent der globalen Wasserprobleme auf die Klimaerwärmung zurückzuführen und inetwa 75 Prozent aller Naturkatastrophen stehen in einem direkten oder indirekten Zusammenhang zu Wasser und Klima.

Die landwirtschaftlichen Ertragsmöglichkeiten in Afrika werden Schätzungen zufolge auf Grund des Klimawandels in dem Zeitraum von 2080 bis 2100 um 15 bis 30 Prozent zurückgegangen sein. Folglich wird die Abhängigkeit vieler – vor allem subafrikanischer – Länder von Nahrungsmittelimporten zunehmen. Während der Temperaturanstieg in manchen Regionen auch zu einer Verbesserung der Situation führen wird – so etwa in Großbritannien – wird der Klimawandel global betrachtet eine Reduktion des fruchtbaren Land und somit ein Sinken der Nahrungsmittelproduktion nach sich ziehen.


Literatur:

UNWATER World Water Report 3 Water in a Changing World (englisch)