Donnerstag, 22. März 2012

Wie viel Wasser fließt wohin?

Um die vorherigen Beiträge zu veranschaulichen haben wir hier eine Tabelle welche zeigt, wie viel Wasser jeweils in den häuslichen Verbrauch, in die Industrie und in die Landwirtschaft fließt. Dies haben wir in %-Zahlen und auch in Kubikmeter pro Kopf und Jahr angegeben. Auch die Totale Wasserentnahme und die Wasserentnahme pro Kopf sind in der Tabelle enthalten.

Hier sehen wir schon bei der gesamten Wasserentnahme und bei der pro Kopf, dass es zwischen Ghana und Österreich extreme Unterschiede gibt. Auch der häusliche Verbrauch ist bei uns Österreichern um 11% höher.

Was jedoch die für die früheren Beiträge relevant ist, ist der Teil der die Landwirtschaft und die Industrie betrifft. Hier kann man die extremen Unterschiede zwischen dem Industrieland Österreich und dem Entwicklungsland Ghana erkennen. Während in Ghana 66% in die Landwirtschaft fließen, sind es in Österreich beinahe gleich viele (64%)welche für die Industrie verwendet werden. Sieht man sich das Ganze jedoch in Kubikmetern an, merkt man erst wie groß der Unterschied trotzdem ist.

Unter dem folgenden Link finden Sie die vollständige Tabelle mit vielen Ländern weltweit zum Nachlesen:

http://www.worldwater.org/data20082009/Table2.pdf

Industrialisierung der Landwirtschaft

Bisher wurden Industrie und Landwirtschaft getrennt betrachtet, doch hat die Industrialisierung auch vor dieser nicht halt gemacht. Da die Bevölkerungszahlen rasch anstiegen, musste auch die Nahrungsmittelproduktion mithalten.

Am Anfang fand diese Industrialisierung nur indirekt statt. Die Anbaugebiete wurden ausgeweitet um mehr Erträge zu liefern. Es wurden Staudämme und Bewässerungskanäle gebaut um die Wasserversorgung der Anbaugebiete zu gewährleisten, was aber zur Ausschöpfung dieser Quellen führt. Viele Flüsse und Seen wurden dadurch trocken gelegt und auch Grundwasser wird schneller verbraucht als es sich nachbilden kann. Außerdem wurden die Eisenbahnlinien ausgeweitet um den Transport der Produkte zu erleichtern. Des Weiteren wurde der Anbau auch auf Rohstoffe für die Industrie wie Beispielsweise Baumwolle ausgeweitet.

Doch die Landwirtschaft wurde im Laufe der Zeit auch direkt von der Industrialisierung erfasst. Dies zeigt sich an der Verwendung von künstlichen Düngemitteln, Schädlingsbekämpfung, der Technisierung der Landwirtschaft durch immer bessere Maschinen, und im Verlauf auch durch immer stärker betriebene Forschung, Genmanipulation, Massentierhaltung (Kraftfutter) usw.

Dies hat einen Traum der Menschheit wahr werden lassen: Nahrungsmittel werden im Überschuss produziert und sind billig wie noch nie.

Der große Haken hierbei: das ganze gilt für die Industrieländer, doch leider nicht für die Entwicklungsländer! Aber warum???

http://www.oekosystem-erde.de/html/industrielle_landwirtschaft.html