Sonntag, 18. März 2012

Effizienz- und Produktionssteigerung (1.Teil)

Damit in Zukunft die Nahrungsmittelsicherheit gewährleistet werden kann sind sowohl eine Steigerung der Produktion als auch eine Steigerung der Wassereffizienz notwendig. Die Produktion muss Experten zufolge bis ins Jahr 2030 verdoppelt werden, nur dann wird niemand Hunger leiden müssen.
Das Potenzial zur Effizienzsteigerung was die Nutzung von Wasser betrifft ist groß: mehr als die Hälfte geht durch ineffiziente Bewässerung „verloren“ indem es ungenutzt versickert oder verdunstet. Vielerorts mangelt es jedoch an den finanziellen Mitteln, die investiert werden müssen um die durchaus vorhandenen technischen Möglichkeiten – wie etwa das System der Tröpfchenbewässerung – nutzen zu können. Dabei hat ein Einsatz dieser technischen Lösungen nicht nur eine effizienter Wassernutzung sondern darüber hinaus auch eine Reduktion der Unsicherheit zur Folge, da die betroffenen LandwirtInnen nicht mehr von den Regenfällen abhängig sind. Dies zieht auch eine Produktionssteigerung nach sich, wenn etwa mehrmals statt einmal im Jahr geerntet werden kann.

Literatur:
UNDP Human Development Report (englisch)

Sonntag, 11. März 2012

Klimawandel (3.Teil)

Bisher haben wir uns damit beschäftigt welche möglichen Folgen der Klimawandel für die landwirtschaftliche Produktion hinsichtlich des Produktionsfaktors Wasser haben kann. In der Auseinanderseztung mit der Thematik des Klimawandels darf jedoch auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Landwirtschaft bzw. die Nahrungsmittelproduktion selbst zu den Verursachern dieser klimatischen Veränderungen zu zählen sind. So hat die Reduktion der Waldfläche bzw. der Baumbestände nachweisliche Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von grünem Wasser – also Regen. Dieser Zusammenhang ist auch im Kontext der Dürreperioden in Ostafrika von Relevanz. Wenngleich noch andere Beispiele genannt werden können richtet auch in diesem Kontext die Viehwirtschaft den größten Schaden an, zumal nicht nur die negativen Auswirkungen der Futterproduktion sondern darüber hinaus die Ausscheidungen und Ausdünstungen der Tiere – vor allem der Wiederkäuerer – massiv zum Treibhauseffekt beitragen.

UNWATER World Water Report 3 Water in a Changing World (englisch)

UNEP IWMI Ecosystems for Water and Food Security (englisch)

FAO Agriculture, Food and Water (englisch)

Sonntag, 4. März 2012

Klimawandel (2.Teil)

Wenngleich die Auswirkungen des Klimawandels in den Ländern des globalen Südens ungleich schwerwiegender ausfallen mögen als in den Ländern des Nordens, ist die Annahme, dass Europa nicht betroffen sein wird dennoch falsch. Als Beispiel für die Folgen des Klimawandels in Europa hinsichtlich der Verfügbarkeit von Wasser kann die zunehmende Gletscherschmelze genannt werden. So werden die vier größten Flüsse Mitteleuropas – der Rhein, die Rhone, die Donau und der Po – im Sommer maßgeblich durch Schmelzwasser von Gletschern gespeist. Im Fall der Rhone beläuft sich der Anteil auf mehr als ein Viertel, der Po besteht zu 20, der Rhein zu 7 und die Donau in Rumänen wenn sie ins Schwarze Meer mündet noch zu 2,8 Prozent aus Schmelzwasser. Die Klima bedingte Gletscherschmelze wird diesen Anteil so massiv reduzieren, dass dies Auswirkungen auf den Schiffsverkehr, die Flusskraftwerke aber auch auf die Trinkwasserversorgung in Europa haben wird – denn in 90 Jahren werden die Gletscher Europas nur noch 10 Prozent ihrer heutigen Größe aufweisen können.


Literatur:

Universität Bern

Orig. Publikation

Der Standard

CGIAR EZA einmal anders herum


Mittwoch, 29. Februar 2012

Toller Erfolg für unser Wasser-Projekt in Ghana

Montag dieser Woche sprudelte Wasser aus dem Bohrloch in Jema. Gleich beim ersten Versuch zeigte sich das Geschick des lokalen Teams - die richtige Stelle war gefunden worden.

Jema ist eine schnell wachsende Stadt in Zentral-West Ghana. Der neue Brunnen wurde von einem lokalen Team von Missionaren umgesetzt. Das Wasser kommt der Bevölkerung und einem in Bau befindlichen College für die Ausbildung von LehrerInnen zu gute!

Ganz im Sinne unseres Mottos: Wasser ... Und alles entwickelt sich!

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern!!!

Wie viel Wasser fließt in die Industrie?

Im Vergleich zur Landwirtschaft handelt es sich hierbei um einigermaßen niedrigere Zahlen. Weltweit werden rund 23% des Wassers für die industrielle Produktion verwendet. Die Hauptanwendungsbereiche sind als Kühl-, Lösungs- oder Reinigungsmittel.

Natürlich gibt es hierbei extreme regionale Schwankungen. Vergleicht man die Industrieländer mit den Entwicklungsländern so sieht das Zahlenverhältnis natürlich ganz anders aus. Im industrialisierten Europa werden 54% des Wassers für die Industrie verwendet, während es in Afrika 5% sind.

Was aber zu den regionalen Unterschieden hinzukommt, sind die Unterschiede im Wasserverbrauch in den verschiedenen Branchen. Beispielsweise wird mehr Wasser für die Papierproduktion aufgewendet als für die Plastikproduktion.

Nachdem wir aber schon wissen, dass rund 70% des Wassers weltweit in die Landwirtschaft fließen, handelt es sich bei dem Wasser für die Industrie nur um ein knappes Drittel. Die Industrie nimmt uns also nicht einmal annähernd so viel Trinkwasser weg wie die Landwirtschaft und das Wasser wird dort teilweise nicht einmal verbraucht (Kühlwasser).

ABER: Wie von der Industrie allgemein bekannt, hinterlässt sie nicht nur wünschenswerte Ergebnisse, sondern auch Unmengen an Abwasser!

Was finden Sie nun besser: Wasser für die Industrie oder für die Landwirtschaft zu verwenden?

Samstag, 25. Februar 2012

Klimawandel (1.Teil)

Dem Intergovernmental Panel on Climate Change zufolge sind etwa 20 Prozent der globalen Wasserprobleme auf die Klimaerwärmung zurückzuführen und inetwa 75 Prozent aller Naturkatastrophen stehen in einem direkten oder indirekten Zusammenhang zu Wasser und Klima.

Die landwirtschaftlichen Ertragsmöglichkeiten in Afrika werden Schätzungen zufolge auf Grund des Klimawandels in dem Zeitraum von 2080 bis 2100 um 15 bis 30 Prozent zurückgegangen sein. Folglich wird die Abhängigkeit vieler – vor allem subafrikanischer – Länder von Nahrungsmittelimporten zunehmen. Während der Temperaturanstieg in manchen Regionen auch zu einer Verbesserung der Situation führen wird – so etwa in Großbritannien – wird der Klimawandel global betrachtet eine Reduktion des fruchtbaren Land und somit ein Sinken der Nahrungsmittelproduktion nach sich ziehen.


Literatur:

UNWATER World Water Report 3 Water in a Changing World (englisch)



Mittwoch, 22. Februar 2012

Wie viele Liter Wasser werfen Sie täglich in den Papierkorb?

• Juhu, die Post ist da! Wieder nichts Interessantes dabei, weg damit! Täglich bekomme ich Flyer, Prospekte, Einladungen, Angebote etc. zugestellt, welche sofort weiter in den Müll wandern.
• Ich neige dazu Dinge zu vergessen und schreibe mir daher gerne Stichworte auf um mich an wichtige Dinge zu erinnern.
• E-Mails? Zu unpersönlich, ich schreibe lieber Briefe!
• Ich mache lieber eine Kopie davon, doppelt hält besser!
• Frühstück, ja wo ist denn meine Zeitung?!
• Mist, schon wieder kein Klopapier mehr!
• ...
Worauf wollen wir wohl hinaus? Was haben alle diese Beispiele gemeinsam? – Richtig, Papier! Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, wie viel Wasser für die Produktion von einem einzigen Din A4 Blatt (á 80 g/m²) gebraucht wird? – Für die Produktion von einem Blatt Papier aus Holz (ca. 5g) werden 10 Liter Wasser verbraucht. Um aus Altpapier Recyclingpapier zu gewinnen werden nur 20l für ein Kilogramm benötigt. Das heißt anders formuliert, dass man mit derselben Menge 100-mal so viel Recyclingpapier herstellen kann. Hätten Sie das vermutet??

http://www.virtuelles-wasser.de/papier_leder.html